Video vežbe za učenje nemačkog jezika, Süße Grüße aus Danzig

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Süße Grüße aus Danzig

Florian Belgrad hat seit vielen Jahren ein Bonbongeschäft in Danzig. Dort stellt er alle Bonbons nicht mit Maschinen, sondern per Hand her. Die Kunden können bei der Herstellung zusehen.

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Verbalisti DEUTSCHkurs ONLINE, Sprachbar – Zu Besuch

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Sprachbar

Zu Besuch

Ein Besuch kann voller Überraschungen sein – egal ob es sich um einen Höflichkeits-, Staats-, Antritts-, Pflicht-, Kurz- oder Krankenbesuch handelt. Eine Visite ist eine besondere Besuchsform wie der Gegenbesuch.

Wer hat das nicht schon mal erlebt? Man sitzt zu Hause, hat es sich auf seinem Sofa gemütlich gemacht und angefangen, ein Buch zu lesen. Plötzlich klingelt es an der Tür. Wer kann das nur sein? Eigentlich erwartet man keinen Besuch. Denn Besuche werden – zumindest bei den meisten Deutschen – in der Regel Wochen im Voraus festgelegt, weil jeder ja sehr beschäftigt ist. Und einen Antrittsbesuch will diese Person an der Tür bestimmt nicht machen.

Antritts- und Höflichkeitsbesuche

Einen Antrittsbesuch kennt man eigentlich nur aus den Nachrichten. Kaum ist ein neuer Staatspräsident im Amt, ein neuer Regierungschef nach einem Machtwechsel am Ruder, ist ein Antrittsbesuch eine der ersten Amtshandlungen. Man stellt sich persönlich vor, lernt sich im Gespräch kennen. Oft finden diese Höflichkeitsbesuche in einem befreundeten Land statt oder in einem, das für die bilateralen Beziehungen als besonders wichtig angesehen wird. Oder auch in einem Land, in dem man mit seinem Antrittsbesuch ein besonderes Zeichen setzen will.

Wie beispielsweise im März 2012, als der neue Bundespräsident Joachim Gauck wenige Tage nach seiner Vereidigung Polen besuchte, das im Zweiten Weltkrieg unter der Naziherrschaft der Deutschen sehr gelitten hatte. Oft lädt der besuchende Politiker seinen Gastgeber zu einer Erwiderung seines Besuchs, zu einem Gegenbesuch, ein. Antrittsbesuche müssen nicht immer auch gleich Staatsbesuche sein. Bei dieser höchsten Besuchsform gibt es ein strenges Besuchsprotokoll. Dazu gehören unter anderem der Empfang mit militärischen Ehren sowie ein Staatsbankett.

Vom Unangenehmen zum Angenehmen

Beinahe so förmlich ist der Wortursprung von besuchen. Er liegt wohl im 11. Jahrhundert. Als besuohhen ist das Wort im Althochdeutschen verzeichnet. Näher an die heutige Aussprache kommt das mittelhochdeutsche Wort besuochen. Es bedeutete zunächst untersuchen, befragen. Ein Besucher war in früherer Zeit ein Untersucher, ein Kontrolleur, ein höchst unangenehmer Besucher also. In seiner heutigen Bedeutung jemanden aufsuchen taucht besuchen ab dem 17. Jahrhundert auf.

Jemanden besuchen, egal zu welchem Anlass und aus welchem Grund, bedeutet ganz wörtlich genommen, dass eine Strecke zurückgelegt werden muss. Ob diese groß ist und gar eine lange Flugreise erforderlich macht, oder ob man nur zum Nachbarn rübergeht, spielt keine Rolle. Besuch ist immer das Ergebnis einer Bewegung von A nach B. Das Verb besuchen ist somit ein Verb der Bewegung.

Besucherströme und Besuchsarten

Und diese Bewegung kann jemanden an viele Stellen führen: zur Schule, zum Museum, zum Theater, zur Oper, zum Restaurant, ins Kino und, und, und. Kommen viele Besucher, um zum Beispiel einen Blockbuster im Kino zu gucken oder eine Ausstellung im Museum, schreiben die Kommentatoren anschließend, dass die Vorstellung beziehungsweise die Ausstellung gut besucht waren.

Groß ist die Freude natürlich, wenn sich wahre Besucherströme in die Säle oder Hallen ergießen und sich stolz ein Rekordbesuch vermelden lässt. Was eine schlecht besuchte Veranstaltung ist, müssen wir wohl nicht näher ausführen.

Der leidige Arztbesuch

Aber kehren wir zurück zu den – sagen wir – „zwischenmenschlichen Besuchen“. Da ist natürlich außer den Kaffeeklatschbesuchen der Freundinnen, dem ‘Eben mal kurz Vorbeischauen’ – dem Kurzbesuch – und den Pflichtbesuchen bei den Schwiegereltern der leidige Arztbesuch zu nennen.

Dieser kann entweder beim Patienten stattfinden – dann ist es ein Hausbesuch. Oder der Kranke sucht selbst den Arzt in seiner Praxis auf – dann spricht man von einem Praxisbesuch. Etwas seltsam sind beide Wörter schon, denn weder das Haus noch die Praxis werden besucht, sondern der Patient oder der Arzt.

Die Visite ist kein Staatsbesuch

Findet ein Arztbesuch im Krankenhaus statt, hat er einen besonderen Namen. Begibt sich der Chefarzt direkt an das Bett des Patienten, so heißt dieser Besuch Visite. Er fällt meistens recht kurz aus, vielleicht hat sich deshalb auch außerhalb der Kliniken der Ausdruck Stippvisite für Kurzbesuch eingebürgert. Leider wird der Begriff Visite fälschlicherweise häufig auch in der politischen Berichterstattung als Alternativbegriff für Staatsbesuch verwendet.

Wo wir schon mal im Krankenhaus sind. Dort müssen in der Regel Besuchszeiten eingehalten werden. Denn wo käme man hin, wenn jede Besucherin, jeder Besucher rund um die Uhr jemandem einen Krankenbesuch abstatten könnte oder gar mit Kind und Kegel, also der gesamten Familie, zu Besuch käme.

Seltener Besuch

Ob seltene Besuche wirklich die Freundschaft mehren, wie es ein arabisches Sprichwort besagt, lassen wir mal dahingestellt. Nun: Vielleicht handelt es sich ja bei der Person, die an der Tür geklingelt hat um eine seltene Besucherin, einen seltenen Besucher, gar um eine verflossene Liebe, von der man viele Jahre nichts gehört hat? Vielleicht ist es auch eine häufige Besucherin, ein häufiger Besucher? Und wer ist es nun? Das überlassen wir deiner beziehungsweise Ihrer Fantasie!

Audio vežba za nemački, Top-Thema – Mord am Sonntagabend

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Top-Thema

Mord am Sonntagabend

In Deutschland ist es zum Ritual geworden, den „Tatort“ zu schauen. Jeden Sonntagabend versammeln sich Menschen und gucken diese Krimiserie gemeinsam. Und es gibt immer wieder neue Konzepte.‎

„Tatort“ – dieser Name steht im deutschen Fernsehen für den Krimi zur besten Sendezeit am Sonntagabend. Seit über 40 Jahren läuft die Serie nun schon. Sie zeigt Kommissare in unterschiedlichen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine Folge dauert etwa 90 Minuten und kostet durchschnittlich 1,27 Millionen Euro.

Die teuren Produktionen lohnen sich deshalb, weil sehr viele Leute sie anschauen. Zwischen sechs und zehn Millionen Zuschauer verfolgen jeden Sonntag den Tatort. Sogar in Kneipen und Kinos werden sie vor großen Gruppen gezeigt. Auch auf Facebook und bei Twitter wird jeden Sonntagabend live während der Sendung viel über sie geschrieben. Professor Stefan Scherer vom Karlsruher Institut für Technologie weiß, warum der Sonntagabend so eine gute Zeit dafür ist: Die Menschen sind dann entspannt und in bester Fernsehlaune.

Die Serie bringt immer mehr Komik in die Folgen, weil das bei den Zuschauern sehr gut ankommt. Dem Tatort aus Münster brachte das fast 13 Millionen Zuschauer ein. Aber es gibt auch andere Konzepte. Die neuen Folgen aus Hamburg setzten auf viel Action. Den Kommissar dort spielt einer der bekanntesten deutschen Schauspieler: Til Schweiger.

Allerdings ist der Tatort nur in Deutschland so erfolgreich. Er konnte sich nicht ins Ausland verkaufen, wie die Krimiserie „Derrick“. Die lief zwischen 1973 und 1997 in etwa 100 Ländern. Doch für einen solchen Erfolg im Ausland hat der Tatort zu viele regionale Bezüge. Laut Scherer interessiert sich dafür nur derjenige, der auch aus Deutschland kommt.

Glossar

Ritual, -e (n.) – etwas, das man aus Tradition immer wieder tut

sich versammeln – mit vielen Menschen an einem Ort zusammenkommen

Krimi, -s (m.) – eine Geschichte, die von einem Verbrechen und der Suche nach dem Täter handelt

Serie, -n (f.)eine Fernsehsendung, die regelmäßig gesendet wird

Konzept, -e (n.) – hier: die Idee, wie man etwas machen kann

für etwas stehen – hier: ein Bild oder ein Symbol für etwas sein

Sendezeit, -en (f.) – die Zeit, zu der ein Film im Fernsehen gezeigt wird

laufen – hier: gesendet werden

Kommissar/in, -e/-nen – der/die Polizist/in, der/die die Suche nach Verbrechern leitet

Folge, -n (f.) – hier: ein Teil einer → Serie

verfolgen – hier: anschauen

live (aus dem Englischen) – gleichzeitig, während etwas anderes passiert

entspannt – ausgeruht; erholt

Fernsehlaune (f., nur Singular) – die Lust, Fernsehen zu gucken

Komik (f., nur Singular) – das, was einen zum Lachen bringt

gut ankommen – beliebt sein

etwas einbringen – hier: zu etwas verhelfen

auf etwas setzen – glauben, dass etwas erfolgreich sein wird

erfolgreich sein – Erfolg haben

regionaler Bezug (m.) – hier: etwas, das sich nur auf eine bestimmte Region bezieht

Onlajn vežbe za nemački jezik – Ökostrom (AUDIO)

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Top-Thema

Ökostrom – was der Umwelt wirklich nutzt

Viele Deutsche entscheiden sich für Ökostrom. Sie wollen damit den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen. Doch es ist möglich, dass mit ihrer Stromrechnung der Bau von Atomkraftwerken finanziert wird.

Die Deutschen haben die Möglichkeit, einen Stromanbieter zu wählen, der einen Ökostrom-Tarif anbietet. So können sie sich für erneuerbare Energie und gegen Strom aus Atom- oder Kohlekraftwerken entscheiden. Allerdings bedeutet dies nicht, dass dann nur noch „grüner Strom“ – zum Beispiel aus Sonnen- oder Windenergie – aus ihren Steckdosen kommt. Die Verbraucher können durch ihre Entscheidung aber den Anteil von Ökostrom im Stromnetz beeinflussen. Und der wird immer größer. Im Frühjahr 2013 betrug er mehr als 20 Prozent.

Die Nachfrage nach Ökostrom ist in letzter Zeit gestiegen. Udo Sieverding von der „Verbraucherzentrale NRW“ vermutet, dass die Deutschen dadurch persönlich etwas für die Energiewende tun wollen. Er sagt: „Vielleicht hat das Wurzeln in der deutschen Umweltbewegung und der ganzen Atomdiskussion der letzten Jahre – das war sicherlich ein großes Kriterium dafür.“

Ökostrom kann man bei fast allen Stromanbietern bekommen – sogar bei großen Energiekonzernen, die konventionelle Kraftwerke betreiben. In aller Regel finanzieren Verbraucher dann jedoch trotz Ökostrom-Tarif sowohl den Neubau von Atom- als auch von Kohlekraftwerken mit.

Experten raten deshalb dazu, sich bei der Wahl des Stromanbieters nicht nur über die Kosten des neuen Tarifs zu informieren, sondern auch die Unternehmensphilosophie der Stromanbieter genau zu prüfen. Denn es gibt Firmen, die nur Ökostrom-Tarife anbieten und ausschließlich den Bau von Ökostrom-Anlagen unterstützen. Damit tun sie etwas für den Ausbau erneuerbarer Energien. Und nur das ist wirklich gut für die Umwelt.
Glossar

Ökostrom (m., nur Singular) – die Elektrizität aus → erneuerbaren Energien

jemandem/etwas nutzen – hier: jemandem/etwas Vorteile bringen

Ausbau (m., nur Singular) – die Erweiterung; die Vergrößerung

Atomkraftwerk, -e (n.) – ein Kraftwerk zur Gewinnung elektrischer Nuklear-Energie

etwas finanzieren – etwas bezahlen

Stromanbieter, – (m.) – eine Firma, die Verbraucher mit Elektrizität versorgt

erneuerbare Energie, -n (f.) – Energie aus Rohstoffen (z. B. Sonne, Wind oder Wasser), die immer vorhanden sind

Kohlekraftwerk, -e (n.) – ein Kraftwerk, das Kohle verbrennt, um Strom zu erzeugen

Anteil, -e (m.) – der Teil einer Sache oder Gruppe; ein Teil vom Ganzen

Stromnetz, -e (n.) – gemeint ist hier: Stromleitungen zur Versorgung mit Strom

Energiewende (f., nur Singular) – alle Maßnahmen, → erneuerbare Energien zu fördern

Wurzel, -n (f.) – hier: der Ursprung; die Ursache

Bewegung, -en (f.) – eine Gruppe von Menschen, die sich für etwas → einsetzt

Kriterium, Kriterien (n.) – hier: der Grund

Konzern, -e (m.) – die Firma; das Unternehmen

konventionell – üblich

etwas betreiben – etwas führen; etwas leiten

in aller Regel – in den meisten Fällen

Unternehmensphilosophie, -n (f.) – die Grundeinstellung einer Firma

Anlage, -n (f.) – hier: ein Ort an dem Strom erzeugt wird

Audio vežbe za nemački, Top-Thema – Wie Zypern in die Krise geriet

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Top-Thema

Wie Zypern in die Krise geriet

Das Steuerparadies Zypern steht vor dem Bankrott und braucht dringend Hilfe aus der Europäischen Union. Für seine finanzielle Notlage ist der Inselstaat selbst verantwortlich – aber nicht nur.‎

Zyperns Banken stehen vor der Pleite und mit ihnen vielleicht der ganze Staat. Experten nennen dafür verschiedene Gründe. Sie sind der Meinung, dass Zyperns Geldprobleme stark mit der Krise Griechenlands zusammenhängen. Die Wirtschaft und die Bankensysteme beider Länder sind eng miteinander verbunden. Zyprische Banken haben viel Geld in Griechenland investiert und Kredite vergeben, die nach dem Schuldenschnitt im Frühjahr 2012 nicht mehr zurückgezahlt wurden.

Das Problem haben auch andere Länder. Aber die zyprische Wirtschaft trifft es besonders hart, denn das zyprische Bankensystem gilt als aufgebläht und unterscheidet sich von denen anderer Euroländer. Im Vergleich zu anderen Branchen sind die Banken hier sehr einflussreich. Etwa 70 Milliarden Euro Einlagen stehen einem Bruttoinlandsprodukt von nur rund 18 Milliarden Euro gegenüber.

Dazu konnte es kommen, weil viele reiche Ausländer – vor allem Russen – ihr Geld auf zyprischen Banken angelegt haben. Denn Zypern war bisher ein Steuerparadies. Anleger zahlen hier sehr niedrige Steuern und bekommen hohe Zinsen. Lasche Kontrollen führten dazu, dass auch viel Schwarzgeld ins Land gekommen ist. EU-Politiker kritisierten immer wieder, dass Zyperns Politiker nicht genug dagegen tun.

Nun sind viele Banken zahlungsunfähig. Das Land kämpft außerdem mit einer hohen Staatsverschuldung. Zyperns Regierung hat daher bereits im Sommer 2012 bei der Europäischen Union Unterstützung beantragt. Die EU möchte Zypern helfen. Aber ob die angebotenen zehn Milliarden Euro das Land retten können, ist unklar.

Glossar

in etwas geraten – in eine Situation kommen

Steuerparadies, -e (n.) – umgangssprachlich für: ein Land, in dem die Steuern besonders niedrig sind, so dass viele Ausländer hier Bankkonten haben

vor dem Bankrott stehen – umgangssprachlich für: kein Geld mehr haben

Notlage, -n (f.) – eine schlimme Situation

Pleite, -n (f.) – hier: die Zahlungsunfähigkeit; die Tatsache, dass man kein Geld mehr hat

in etwas investieren – hier: Geld für etwas zur Verfügung stellen, um später Gewinn zu haben

Schuldenschnitt – auf die Zurückzahlung der Schulden eines Landes, das finanzielle Probleme hat, verzichten

jemanden hart treffen – sehr schlimm für jemanden sein

aufgebläht sein – hier: viel zu groß sein

Euroland, -länder (n.) – ein Land, in dem die Währung der Euro ist

Branche, -n (f.) – eine Bezeichnung für alle Unternehmen, die das gleiche Produkt oder die gleiche Leistung anbieten (z. B. Finanzbranche für Banken)

einflussreich – mächtig

Einlage, -n (f.) – hier: Geld, dass man auf ein Konto einzahlt, um mit den Zinsen Gewinn zu machen

Bruttoinlandsprodukt (nur Sgl., n.) – der Wert der in einem Staat im Jahr produzierten Waren und Dienstleistungen

etwas an|legen – Geld auf ein Konto einzahlen, um Gewinn zu machen (Person: der Anleger)

lasch – hier umgangssprachlich für: sehr locker; nicht streng

zu etwas führen – hier: für etwas verantwortlich sein

Schwarzgeld, -er (n.) – hier: das Geld, für das in anderen Ländern eigentlich hohe Steuern gezahlt werden muss

Staatsverschuldung (nur Sgl., f.) – die Schulden, die ein Staat hat

Nemački rečnik i audio vežbe, Top-Thema – Sprachprobleme mit dem Arzt

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Top-Thema

Sprachprobleme mit dem Arzt

Viele Ärzte in deutschen Krankenhäusern kommen aus anderen Ländern. Nicht alle sprechen gut Deutsch, wenn sie mit der Arbeit anfangen. Das verursacht Probleme, weil es zu Missverständnissen mit Patienten kommen kann.

Georgios Godolias ist Klinik-Chef des St. Anna Hospitals in Herne. Vor 37 Jahren kam er als junger Arzt von Griechenland nach Deutschland. Heute haben in seinem Team ein Viertel der Ärzte ausländische Wurzeln, und so ist es auch in den anderen Kliniken des Ruhrgebiets. Godolias sagt: „Die deutsche Gesellschaft muss akzeptieren, dass sie Ausländer braucht, um die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten.“ Für ihn ist es wichtig, dass die Einbindung dieser Ärzte in den Klinikalltag richtig angegangen wird.

Viele dieser Mediziner aus dem Ausland sprechen anfangs nur gebrochen Deutsch. Deshalb kommt es in den wichtigen Gesprächenzwischen den Ärzten und ihren Patienten oft zu Missverständnissen, manchmal auch zu Misstrauen. Grundkenntnisse in der deutschen Sprache reichen oft nicht aus. Trotzdem brauchen die Krankenhäuser diese Mediziner, denn in vielen Kliniken herrscht Ärztemangel.

Georgios Godolias meint, dass etwas verbessert werden muss. In Herne gibt es daher Sprachkurse für alle ausländischen Ärzte. Hier können sie die Alltagssprache und die medizinischen Fachbegriffe lernen und verbessern.

Die deutsche Ärztegewerkschaft Marburger Bund wünscht sich solche Sprachkurse für alle ausländischen Ärzte. Wer in Krankenhäusern praktiziert, soll verpflichtet werden, an diesen speziellen Sprachkursen teilzunehmen. So könnten einheitliche Sprachstandards in der Zukunft zu mehr Zufriedenheit bei Patienten und Ärzten führen. Die Politik hat bisher noch nicht reagiert.

Glossar

Hospital, Hospitäler (n.) – das Krankenhaus

ausländische Wurzeln (nur Plural, f.) – die Herkunft aus dem Ausland

Ruhrgebiet (nur Singular, n.) – ein Teil im Norden des Landes Nordrhein-Westfalen

die medizinische Versorgung (nur Singular, f.) – die medizinische Behandlung und Betreuung

aufrecht|erhalten – dafür sorgen, dass etwas bleibt, wie es ist

Einbindung, -en (f.) – hier: die starke Verbindung mit einer Gruppe; die Integration

etwas richtig angehen – etwas richtig machen; anfangen

Mediziner/-in, -/-nen – der Arzt/die Ärztin

gebrochenDeutsch sprechen – noch nicht gut Deutsch sprechen

Grundkenntnis, -se (f.) – einfache Kenntnisse in einem Fach oder einer Sprache

Ärztemangel (nur Singular, m.) – die Tatsache, dass zu wenige Ärzte an einem Ort sind

Alltagssprache (nur Singular, f.) – die Sprache, die man jeden Tag miteinander spricht

Fachbegriff, -e (m.) – das Wort, das man nur in einem bestimmten Fach kennen muss

Ärztegewerkschaft, -en (f.) – die Vereinigung von Ärzten, die für ihre Interessenarbeitet

praktizieren – hier: als Arzt arbeiten

speziell – besonders

Sprachstandard, -s (m.) – der Maßstab, wie viel man in einer Sprache gelernt hat

Autorin/Autor: Clara Walther/Michael Stegemann
Redaktion Ingo Pickel