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Weltweit zahlreiche Menschen ohne Strom

Immer noch haben viele Menschen auf der Welt keinen Strom. Jetzt soll jeder bis 2030 einen Stromzugang bekommen. Allerdings wird die Umsetzung dieses Plans in der kurzen Zeit sehr schwierig.

Die Weltbank und die Vereinten Nationen haben sich ein großes Ziel gesetzt: Bis 2030 soll jeder Mensch Zugang zu Elektrizität haben. Bestenfalls soll dieser Strom auch noch umweltfreundlich sein. Doch wie genau dieses Ziel erreicht werden soll, darüber schweigt die Initiative noch größtenteils. Eigentlich ist es unmöglich, sagt ein Bericht der Weltbank, zumindest, wenn man so weiter macht wie bisher.

1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Strom. Deshalb haben sie auch kaum Chancen, der Armut zu entkommen. Laut Zahlen der Weltbank betrifft das zum Beispiel fast die Hälfte der Bevölkerung in Nigeria und Afghanistan. In Indien sind es mehr als 300 Millionen Menschen, auch wenn das Stromnetz dort in den vergangenen Jahrzehnten schon stark ausgebaut wurde.

In den vergangenen 20 Jahren wurde schon sehr viel für die Elektrifizierung der Welt getan: 1,7 Milliarden Menschen erhielten zum ersten Mal Anschluss an das Stromnetz. Aber gleichzeitig wuchs die Weltbevölkerung auch um 1,6 Milliarden. Deshalb muss man laut Weltbank die Geschwindigkeit verdoppeln, um das Ziel bis 2030 noch zu erreichen.

Zuerst werden jedoch nur regelmäßig Berichte zur weltweiten Stromversorgung erstellt. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin hält das für richtig. Sie sagt: „Es ist ein wichtiger Bericht dafür, dass man erkennt: Wo sind Erfolge erzielt worden, und wo muss man noch nachsteuern, wenn man die Ziele ernsthaft verfolgen will.“

Glossar

Zugang, Zugänge (m.) – hier: die Möglichkeit, etwas zu erhalten

Umsetzung, -en (f.) – die Realisierung

sich ein Ziel setzen – etwas als Ziel verfolgen; etwas erreichen wollen

Elektrizität (nur Singular, f.) – der elektrische Strom

bestenfalls – im besten Fall; wenn möglich

umweltfreundlich – so, dass es der Umwelt nicht zu sehr schadet

Initiative, -n (f.) – Vereinigung von Vereinen oder Einrichtungen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen

größtenteils – überwiegend; in den meisten Dingen

zumindest – wenigstens

etwas/jemandem entkommen – etwas vermeiden können; von etwas nicht betroffen sein

laut – hier: nach Angaben von; wie jemand gesagt oder geschrieben hat

jemanden betreffen – für jemanden gelten; sich auf jemanden beziehen

Stromnetz, -e (n.) – gemeint ist hier: Stromleitungen zur Versorgung mit Strom

etwas ausbauen – hier: etwas weiterentwickeln; größer werden

Elektrifizierung (nur Singular, f.) – hier: die Verbreitung der →Elektrizität

Anschluss, Anschlüsse (m.) – hier: die Verbindung

etwas verdoppeln – etwas doppelt so groß machen; etwas doppelt erhöhen

Versorgung ( nur Singular, f.) – die Tatsache, dass nötige Dinge bereitgestellt werden

etwas für etwas halten – glauben, dass etwas so ist

etwas erzielen – etwas erreichen

nachsteuern – hier: etwas verbessern

ein Ziel verfolgen – etwas erreichen wollen; etwas zum Ziel setzen

Audio vezba za nemacki jezik, Gerettet

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Gerettet

Trotz rettungsloser Situation naht manchmal unverhofft Rettung. Mancher wird errettet und erreicht das rettende Ufer – ohne sich über die Zeit zu retten. Wer Situationen rettet, steht oft als Retter in der Not gut da.

Ob tatsächlich immer alles Gute von oben kommt, ist die Frage. Wenn in sommerlicher Hitze die Felder zu vertrocknen drohen, dann ist der heißersehnte Regen eine Erlösung und Wohltat für Mensch und Natur. Wiesen ergrünen wieder, die Luft wird frisch, Mensch und Tier können durchatmen und werden munter. Der Regen bedeutet eine Art Rettung. Regnet es allerdings zu stark und kann der Boden die riesigen Wassermengen nicht aufnehmen, kommt es zu Überflutungen. Wir alle kennen die Bilder von den Flutkatastrophen aus den Medien, von Menschen, die von Dächern oder vor dem Ertrinken gerettet oder errettet werden. Und damit sind wir schon mittendrin im Stichwort Rettung.

Die eigentliche und übertragene Bedeutung

Allgemein versteht man unter retten: Lebewesen aus großer Gefahr befreien – egal, ob es sich zum Beispiel um Verschüttete, Schiffbrüchige oder Ertrinkende handelt. Etymologisch gehört retten zu den schwachen Verben. Die Sprachforscher vermuten eine Verbindung zum altindischen Verb śratháyati, was so viel bedeutet wie „lockermachen“, „lösen“.

Das geschieht ja, wenn man zum Beispiel eine Situation rettet. Man löst die entstehende Spannung auf. Jeder wird seine eigenen Erinnerungen haben, wann sie oder er jemanden aus einer unangenehmen Lage gerettet hat. Das kann etwa der beste Freund sein, der auf einer Party Witze reißt, von denen die Partygäste sich peinlich berührt fühlen. Die Situation kann gerettet werden, indem man die Aufmerksamkeit auf ein anderes Thema lenkt.

Das rettende Ufer erreicht

Manchmal kann selbst in rettungslos erscheinenden Situationen unverhofft Rettung nahen. Sei es, dass jemand den reißenden Fluten eines Flusses entkommt, weil plötzlich ein Retter in Not da ist und seine rettende Hand reicht. Oder dass man seine Haut, seinen Kopf rettet, weil man kurz vor dem finanziellen Ruin den entscheidenden Tipp bekommt, der sich als Rettungsanker erweist, um wieder zu Geld zu kommen. In jedem Fall hat man das sprichwörtlich gewordene rettende Ufer erreicht.

Für all jene, die sich nicht aus eigener Kraft retten können, gibt es Hilfe in Form sogenannter Rettungsdienste. In Deutschland ist das Rettungswesen durch entsprechende Gesetze in den Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Rettungsdienste und ihre Rettungsmittel

Unter Rettungsdienst versteht man die Gesamtheit aller Maßnahmen und Institutionen, die zur Rettung aus Lebensgefahr dienen – beispielsweise der Seenot­rettungsdienst für die Küstengewässer und das offene Meer. Um die Rettung aus Seenot kümmert sich in Deutschland die „Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“. Für Seen und andere Binnengewässer ist die „Deutsche Lebensrettungsgesellschaft“, kurz DLRG, zuständig.

Das Rote Kreuz beziehungsweise der Rote Halbmond ist der bekannteste und größte Rettungsdienst weltweit. Man erkennt ihn an dem roten Kreuz beziehungsweise roten Halbmond auf weißem Grund. Das Symbol prangt unter anderem auf den Rettungsfahrzeugen, auf der Kleidung der Rettungsmannschaften, Rettungssanitäter und –sanitäterinnen sowie auf den Halsbändern von Rettungshunden.

Rettungsstellen und Rettungsgeräte

Wie bei allen anderen Rettungsorganisationen auch, werden die Einsätze über Rettungsstellen koordiniert. Diese verfügen unter anderem über eine ständige Funkverbindung zu Rettungswachen beziehungsweise Rettungsmitteln.

Das ist der Fachbegriff für alle Fahrzeuge des Rettungsdienstes zu Land, Wasser oder Luft, sowie deren Rettungsgeräte. Dazu gehören neben der medizinisch technischen Ausrüstung an Bord von Schiffen beispielsweise Rettungsleinen, die mit Rettungsraketen zu den in Seenot geratenen Schiffen oder Schiffbrüchigen geschossen werden. Rettungsboot, Rettungsfloß, Rettungsinsel und natürlich Rettungsring: Das sind nur einige der Rettungsmittel, die bei der Seenotrettung zum Einsatz kommen können.

Rette sich, wer kann!

Kein Rettungsring im eigentlichen Sinn ist jedoch der, den manche Frau, mancher Mann um den Bauch trägt. Es handelt sich um jene in Hüfthöhe rings um den Körper verlaufende Wulst bei etwas dickleibigen Zeitgenossen – nicht zu verwechseln mit dem Rettungsschlauch. Dieser wird von der Feuerwehr eingesetzt, um gefährdete Personen aus brennenden Gebäuden zu retten.

Wer allerdings versucht, aus dem zwanzigsten Stock eines brennenden Gebäudes zu springen, ist nicht mehr zu retten. Und in manchen Situationen ist es besser, trotz eines Aufrufs „Rette sich, wer kann“, auf Rettung zu warten und seinen Hintern nicht auf Gedeih und Verderb retten zu wollen – selbst wenn man sich den Vorwurf gefallen lassen muss: „Bist du noch zu retten!“

Rettungslos, aber nicht hoffnungslos

Wir retten uns jetzt nicht über die Zeit und bieten an, jede Menge Geschichten über erfolgreiche oder misslungene Rettungsaktionen zu erzählen. In manchen aussichtslosen Lebenslagen dagegen hofft der eine oder andere darauf, sich vor Angeboten nicht mehr retten zu können. Denn wer sich rettungslos verloren glaubt, dem könnten die Worte des französischen Schriftstellers Marcel Proust helfen: „In dem Augenblick […], wo uns alles verloren scheint, erreicht uns zuweilen die Stimme, die uns retten kann. Man hat an alle Pforten geklopft, die auf gar nichts führen. Vor der einzigen aber, durch die man eintreten kann, und die man vergeblich hundert Jahre lang hätte suchen können, steht man, ohne es zu wissen, und sie tut sich auf.“

Vežbe za učenje nemačkog jezika, Kino aus Bollywood

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Kino aus Bollywood

Die indische Filmindustrie ist die größte der Welt. Bollywood-Filme bringen große Emotionen und Träume ins Kino. Oft handeln die Produktionen von Familiendramen oder Liebesgeschichten. ‎

„In guten wie in schweren Tagen“ ist einer der bekanntesten Bollywood-Filme der letzten Jahre. Er handelt von dem jungen Liebespaar Anjali und Rahul, das heiraten möchte. Rahuls Vater ist gegen eine Hochzeit, denn Anjali gehört einem niederen Stand an. Nach drei Filmstunden voller Tränen können Anjali und Rahul sich gegen den Vater durchsetzen. Diese Art Generationenkonflikt ist typisch für Bollywood-Filme. Auch die Gegensätze zwischen Tradition und Moderne sind immer wieder ein beliebtes Thema.

Das indische Kino gibt es seit über 100 Jahren: Der erste indische Film „König Harishchandra“ wurde am 21. April 1913 gezeigt. Anfangs wurden Frauenrollen noch von Männern in Frauenkleidern dargestellt, denn der Beruf der Schauspielerin galt als unanständig. Das änderte sich schnell.

Mittlerweile ist die indische Filmindustrie die größte der Welt. Allein im Jahr 2011 wurden in Indien 1274 Filme produziert, weit mehr als in Hollywood. Ungefähr 14 Millionen Menschen gehen jeden Tag in Indien ins Kino. Musik und Tanz gehören zum Bollywood-Film dazu, die Ideen für die Handlung kommen oft aus traditionellen Dichtungen oder Theaterstücken. Die Filme werden oft als kitschig bezeichnet, aber haben nicht zuletzt deswegen auch weltweit Erfolg.

Die indische Filmkritikerin Shubhra Gupta ist der Meinung, dass sich Bollywood in den letzten Jahren verändert hat. Neben der klassischen Familiensaga mit Intrigen und Tränen gibt es immer mehr Handlungen, die realistischer sind. „Noch produzieren wir mehrheitlich Liebes- und Familienfilme“, so Shubhra Gupta. Sie hofft aber, dass das neue Bollywood-Kino mutiger wird und neue Erzählformen findet.

Glossar

Emotion, en (f.) – das Gefühl

Familiendrama, -dramen (n.) – die Geschichte mit traurigem Ende, die in einer Familie passiert

niederer Stand, Stände (m.) – hier: die gesellschaftliche Gruppe oder Klasse, die niedriger ist als die eigene

sich gegen jemanden durch|setzen  – seine Ziele erreichen, auch wenn andere dagegen sind

Generationenkonflikt (m., nur Singular) – der Streit um Ideen und Moral zwischen den verschiedenen Altersgruppen in einer Gesellschaft (z. B. Eltern, Kinder, Enkelkinder)

Frauenrolle, -n (f.) – hier: die weibliche Rolle in einem Film

als unanständig gelten – so, dass man meint, etwas sei unmoralisch/nicht richtig

mittlerweile – inzwischen

allein – hier: nur

weit mehr – viel mehr

dazu|gehören –  der Teil eines Produkts, einer Idee oder einer Gruppe sein

Dichtung, -en (f.) – hier: das Werk der traditionellen Literatur (oft in Versen)

kitschig – mit zu viel Gefühl und deshalb nicht ganz echt

Filmkritiker/in, -/-nen (m./f.) – der/die Journalist/-in, der/die über Filme schreibt

klassisch – hier: üblich; alt und bekannt

Familiensaga, -s (f.) – hier: die oft erfundene, nicht ganz → realistische Geschichte einer Familie

Intrige, -n (f.) – Handlungen, mit denen Menschen versuchen, anderen zu schaden

realistisch – nahe an der Wirklichkeit; echt

mehrheitlich – hier: in den meisten Fällen

Erzählform, -en (f.) – die Art, in der etwas erzählt wird

Učenje nemačkog preko interneta, audio vežba – Kampf gegen Steuerhinterziehung

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Kampf gegen Steuerhinterziehung

Fußballmanager Uli Hoeneß hat sich wegen Steuerhinterziehung selbst angezeigt, um einen Strafprozess zu vermeiden. So wie er handeln viele. Die Politik streitet über den richtigen Umgang mit Steuerbetrügern.‎

Der Präsident des deutschen Fußballclubs Bayern München, Uli Hoeneß, hat Geld auf einem Schweizer Bankkonto angelegt. Dass er dafür in Deutschland keine Steuern gezahlt hat, hat er freiwillig zugegeben. Durch diese Selbstanzeige hofft er, keine Strafe zu bekommen. Diese Möglichkeit gibt es im deutschen Rechtssystem nur für Steuerhinterzieher.

Allerdings kann eine Selbstanzeige nur dann helfen, wenn das Finanzamt dem Fall nicht schon auf der Spur ist. Seit Behörden vor einigen Jahren CDs mit geheimen Bankdaten aus Liechtenstein und der Schweiz gekauft haben, gibt es immer mehr solcher Selbstanzeigen. Die Betrüger fürchten, dass ihre Straftat entdeckt werden könnte. 29.000 Personen meldeten sich allein 2010 bei den Finanzämtern und zahlten ihre Steuern nach. Das brachte dem Staat Einnahmen von 1,5 Milliarden Euro.

Dennoch bleiben viele Steuersünder unentdeckt, so Reiner Holznagel vom Bund deutscher Steuerzahler. 2012 wollte die Regierung daher ein Steuerabkommen mit der Schweiz schließen. Für das Schwarzgeld sollte rückwirkend ein relativ geringer Pauschalbetrag bezahlt werden. Davon hat sich der Staat viel Geld erhofft. Die Straftäter hätten aber anonym bleiben können.

Obwohl Holznagel das Abkommen nicht gerecht findet, meint er: „Es ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, im Nachhinein die Steuerunehrlichen in ihrer Gesamtheit zur Kasse zu bitten.“ Weil sich Regierung und Opposition nicht einigen konnten, scheiterte das Vorhaben. Nun diskutiert man weiter über den richtigen Weg im Umgang mit Steuerbetrügern.

Glossar

Steuersünder, -/Steuersünderin, -nen – eine Person, die ihre Steuern nicht korrekt zahlt und Geld vor dem Finanzamt versteckt

Steuerhinterziehung (f., nur Singular) – die Straftat, bei der man Geld vor den Behörden versteckt und keine Steuern dafür zahlt

Fußballclub, -s (m.) – die Fußballmannschaft

etwas an|legen – hier: Geld auf ein Bankkonto einzahlen

freiwillig – weil man es selbst will; ohne Zwang

einem Fall auf der Spur sein – umgangssprachlich für: eine mögliche Straftat untersuchen

etwas bringen, etwas bringt jemandem etwas – umgangssprachlich für: jemand bekommt/erhält durch eine Sache etwas

unentdeckt – noch nicht erkannt

ein Abkommen schließen – einen wichtigen Vertrag machen (z. B. zwischen zwei Staaten)

Schwarzgeld, -er (n.) – Geld, für das eigentlich Steuern gezahlt werden muss

rückwirkend – für eine Zeit, die bereits vorbei ist; die Vergangenheit betreffend

Pauschalbetrag, -beträge (m.) – eine festgelegte Geldsumme

sich etwas erhoffen – sich wünschen/glauben, dass etwas bestimmtes passiert

im Nachhinein – zu einem späteren Zeitpunkt

die Gesamtheit – alle

jemanden zur Kasse zu bitten – umgangssprachlich für: Geld von jemandem fordern

sich auf etwas einigen – hier: eine Lösung für ein Problem finden, die alle gut finden

scheitern – keinen Erfolg haben; nicht realisiert werden

anonym – so, dass keiner die Identität einer Person kennt; unerkannt